Die gelebte Ethik in der Lerntherapie

Liebe Besucher, liebe Eltern, liebe Lernende

Der astronomische Herbst ist mit sonnigem und warmem Wetter gestartet und nimmt damit einen spürbar positiven Einfluss auf unsere Stimmung.
Ich nutze diese Gelegenheit, um mir einige Gedanken zu meinen Werten, Normen und Idealen zu machen, die ich in meiner Arbeit als Lerntherapeutin täglich zu leben versuche. Möglicherweise gelingt mir das nicht in jedem Moment und mit jedem Menschen gleich gut. Ich arbeite daran, weil es mir wichtig ist.
Indem ich mir, meiner eigenen Haltung und meinen Werten bewusst bin, habe ich die Möglichkeit, diese zu reflektieren und falls nötig auch anzupassen.

Wichtige Punkte lerntherapeutischer Ethik mit stärkender Wirkung für meine Klienten:

– Ich begegne Kindern, Jugendlichen, Lernenden und Erwachsenen mit Respekt und Wertschätzung.
– Ich höre ihnen aufmerksam zu und nehme ihre Anliegen ernst.
– Ich zeige mein Interesse an ihrer Persönlichkeit und stelle Fragen statt zu bewerten.
– Ich unterstütze meine Klienten bei der Suche nach Lösungen und ermutige sie, diese im Alltag umzusetzen.
– Ich lebe ihnen Selbstachtung und Selbstkompetenz vor und stärke sie auf ihrem Weg in die Eigenständigkeit.
– Meine Klienten und ich besprechen positive Veränderungen dank optimierter Lernstrategien und freuen uns am Weg der positiven Entwicklungsschritte.
– Ich erkenne ihre Bedürfnisse, ihre Sorgen und ihre Schmerzen und damit auch den subjektiven Sinn ihres Verhaltens.
– Ich sage den Kindern, dass sie weder in der Schule noch zuhause benachteiligt werden dürfen, wenn sie sich bei Ungerechtigkeiten wehren.
– Ich biete den Lernenden, Kindern und Jugendlichen eine verlässliche und auf Vertrauen basierende Beziehung an, damit sie schwierige Lebenslagen besser meistern können.

Mit all diesen Gedanken und dem Glauben an das Potential, das in jedem Menschen steckt, freue ich mich auf den kommenden Tag, auf meine sinnvolle Arbeit mit all diesen wertvollen Menschen.

Ich wünsche uns allen einen goldenen Herbst, der uns hilft, Unveränderbares loszulassen und uns ermutigt, unsere positiven Werte einzubringen und nach ihnen zu leben.

Gisèle Bruederlin
18. Oktober 2017

Rechenschwäche als Auslöser für Schulunlust

Liebe Besucher, liebe Eltern, liebe Betroffene

Seit über 14 Jahren führe ich meine Praxis für Lerntherapie in Binningen. Ich habe während dieser Zeit mit jüngeren und älteren Schülern und auch mit Erwachsenen gearbeitet, die mit ihrer Rechenschwäche kämpfen. Im Alltag stossen sie immer wieder an ihre Grenzen, fühlen sich ausgegrenzt und schämen sich für ihre Rechenprobleme.
Die Rechenschwäche ist eine Teilleistungsschwäche bei gutem kognitiven Potential und hat nichts mit Dummheit zu tun.
Für eine Rechenschwäche sind mehrere Faktoren einzubeziehen:

Kompletter Beitrag

Der innere Schweinehund als Freund?

Wir kennen ihn als Verhinderer, der uns passiv macht, wenn wir Vorsätze umsetzen wollen. Anstatt unseren Plan einzuhalten, weichen wir aus und ernten dafür ein schlechtes Gewissen. Dieses raubt uns Energie und ein Teufelskreis entsteht.

Dr. Julius Kuhl, Persönlichkeitsforscher an der Universität Osnabrück, zeigt auf, dass sich der innere Schweinehund immer dann meldet, wenn wir schlechte Gefühleerwarten. Die Handlunghemmung, wie Kuhl es nennt, ist ein angelernter Mechanismus. Er will uns vor chlechten Gefühlen eschützen.

Das Gute an diesem Mechnismus: Er ist angelernt und kann desalb auch wieder verlernt werden. Der Trick dabeist, neben dem bewussten Verstand auch unser intelligentes Unbewusstes mit ins Boot zu holen.
Die Lerntherapie hat es sich zur Aufgabe gemacht, Erwachsene, Jugendliche und Kinder, die im Teufelskreis des Aufschiebens stecken, effizient zu unterstützen. Mit den Handlungsabläufen des Zürcher Ressourcenmodells hat die Lerntherapie ein griffiges Instrument, mit dem der Mensch seine ureigenen Kraftressourcen aktivieren kann. Zielorientiertes Handeln wird möglich und aus dem inneren Schweinehund wird ein gut mitarbeitender und wachsamer Freund.
Die berufsbegleitende Weiterbildung zur dipl. Lerntherapeutin/zum dipl. Lern- therapeuten ILT wird ausschliesslich vom Institut für Lerntherapie angeboten.
Aufgrund der Kollektivmitgliedschaft des ILT beim durch das Staatssekreta- riat für Bildung, Forschung und Innova- tion anerkannten Dachverband SGfB können dipl. LerntherapeutInnen die Höhere Fachprüfung Psychosoziale BeraterIn SGfB absolvieren.

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Herbstzeit – ein zweiter Frühling?

IMG_4079Liebe Besucher/innen, liebe Leser/innen

Vor ein paar Tagen habe ich folgenden zum Herbst passenden Gedanken von Albert Camus gelesen:
„Der Herbst ist ein zweiter Frühling, wo jedes Blatt zur Blüte wird.“

Momentan ist es draussen kalt, es windet heftig und es regnet an die Fensterscheiben … ein paar Minuten später drücken einige Sonnenstrahlen durch die Wolkendecke, um bald wieder hinter dunklen Wolken zu verschwinden. Nach dem diesjährigen lange in den September anhaltenden Sommer scheint es nun an der Zeit, den Herbst mit all seinen Farben und mit all seinen Wetterkapriolen zu begrüssen.
Nicht nur in der Natur macht sich ein gewisser Rückgang der Lebensenergie bemerkbar, auch wir spüren dies deutlich, manchmal begleitet von einem Gefühl von Müdigkeit und unbestimmter Trauer.
Hören wir auf die Botschaft des Herbstes, unseres Geistes, unserer Seele und unseres Körpers: Es ist die Zeit für mehr Achtsamkeit angebrochen, Achtsamkeit gegenüber den täglichen Stressbelastungen an der Arbeit und in der Schule und Achtsamkeit im sorgsamen Umgang mit uns selbst und den von uns geliebten Menschen.
Ich freue mich auf den Herbst, weil er mir die Zeit gibt, mich achtsam und liebevoll auf das Kommende einzulassen. Ich werde den Moment gelassener gestalten und den mir anvertrauten Kindern und Jugendlichen helfen, sich aufmerksamer und freudiger auf ihre schulischen Herausforderungen einzulassen.
Unsere Kinder sind schon heute die Frühlingsboten von morgen und wir dürfen sie ein Stück auf ihrem Weg begleiten.

Ich wünsche Ihnen allen eine bunte Herbstzeit mit vielen Früchten der Achtsamkeit.

Sommerzeit – längere Tage und auch mehr Zeit?

FlussLiebe Besucher

Wie nutzen wir die langen und hellen Tage, auch wenn sie ab dem 21. Juni schon täglich wieder etwas kürzer werden?
Was ist uns in dieser Sonnenzeit besonders wichtig?
Nach dem diesjährigen nassen und stürmischen Monat Mai haben wir uns alle nach Sommergefühlen gesehnt. Nun ist der Sommer da. Was tun wir mit IHM?
Einige unter uns geniessen die Sonne und den lauwarmen Wind auf der Haut und in den Haaren, andere sitzen bis spätabends am Rhein, an einem Seeufer oder am Strand und grillen mit Freunden oder entspannen bei der Lektüre eines guten Buches.
Auch Openairs besuchen oder zu Fuss, mit dem Velo  oder mit dem Motorrad schöne Touren unternehmen und Sonnenuntergänge in allen Farben erleben, kann uns diese Sommergefühle vermitteln.

Für jeden von uns gibt es ein auslösendes Erlebnis, das uns hilft ganz im jetzigen Moment zu sein und diesen einen Moment bewusst zu geniessen – allein, zu zweit oder in einer Gruppe von lieben Menschen.
Ohne durchstrukturierte Tagesabläufe können wir uns von unserer eigenen Spontaneität und Lebenslust treiben lassen und an der ersehnten grossen Freiheit schnuppern.
Beobachten wir dabei unsere Kinder…sie wissen bestimmt noch wie das geht und verzichten dabei auch einmal auf elektronische Geräte.
Falls Sie wieder einmal Musse haben mit Ihren Kindern zu spielen, wünsche ich Ihnen entsprechend „altersfrei-verspielte“ Momente mit unbeschwerten Gesprächen und lauten Lachern. Bestimmt wird dieser Sommer reicher an unvergesslichen Momenten und gleichzeitig wird Zusammengehörigkeitsgefühl und Vertrautheit geschaffen.

Wenn wir und unsere Kinder Mitte August wieder arbeiten und ins neue Schuljahr starten, werden unsere Lebensfreudetanks gut gefüllt und für die nächsten Etappenziele gerüstet sein.

Ich wünsche Ihnen, liebe Leser, und auch Ihren Familien einen Sommer mit Zeit zum Entspannen und Geniessen und dies bei bester Gesundheit.

Frei von Prüfungsstress: Lernen – aber wie?

Auch mit guter Begabung ist es oft nicht einfach, das grosse Lernpensum zufriedenstellend zu bewältigen und erfolgreich an Prüfungen abzuschneiden.

Im Workshop wird ein auf die Wünsche der TeilnehmerInnen abgestimmtes Lerntraining angeboten.
Techniken zur Konzentrationsförderung, Entspannung bei Prüfungsängsten, Selbstmotivierung, zielführenden Lernplanung und zum Zeitmanagement können ausprobiert werden. Die Jugendlichen und Lernenden erkennen, welche Methoden für sie hilfreich sind und welche nicht. Am Ende des Workshops werden sie eine Mappe mit allgemeinen und selbst erarbeiteten Lerntechniken mit nach Hause nehmen und über eine verbesserte persönliche Lernstrategie verfügen.

Weitere Details und die Buchung des Workshops können im Kontaktformular oder telefonisch angefragt werden.

Zum Kontaktformular

Frühlingszeit – Zeit zum Aufbruch

Blauer HimmelLiebe Besucher

Der Winter hat sich verabschiedet und macht den längeren Tagen und den wärmenden Sonnenstrahlen Platz.

Die Natur erwacht und Bäume kleiden sich in zartes grün oder blühen in allen Farben. Vögel wecken uns bei Tagesanbruch mit ihrem fröhlich klingenden Gesang.

Was tun wir in dieser Zeit des Aufbruchs?

Haben wir unsere Energiespeicher in den Wintermonaten gefüllt und verbringen wir wieder vermehrt Zeit in der Natur, spüren wir den Drang uns zu bewegen oder schmieden wir schon die nächsten Ferienpläne? Machen wir uns Gedanken über die Zukunft unserer Kinder oder planen wir uns beruflich zu verändern?

Bei all diesen Tätigkeiten leitet uns ein gemeinsames Ziel: Wir möchten Gefühle von Überforderung und Stress ablegen und glücklich im Hier und Jetzt leben.

Um diesen angenehmen Zustand zu erreichen, gibt es viele verschiedene Wege und noch mehr Arten diese Wege zu gehen.

Wie auch immer wir es anstellen, wichtig dabei ist das Gefühl, eine sinnvolle Aufgabe zu haben und uns dabei entwickeln zu können. Um Neues zu entdecken gilt es manchmal Gewohntes aufzugeben. Wenn wir uns und insbesondere unsere Kinder sich unterstützt und wertgeschätzt fühlen, ist es viel einfacher sich selber etwas zuzutrauen und mutig und kreativ zu agieren. Dies wiederum stärkt unser Gefühl der Selbstwirksamkeit.

Mit einem Bild ausgedrückt: Wir strecken uns dem blauen Himmel entgegen und geniessen das Gefühl von innerer und äusserer Freiheit.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien bewusstes Aufbrechen und achtsames Unterwegssein in Richtung Freude und Glück.

Weinachtszeit – Zeit zur Reflexion

WegLiebe Besucher

Ich wünsche Ihnen, dass Sie in diesen Tagen und im neuen Jahr glücklich sind weil Sie das Gefühl von Verbundenheit und Nähe erleben und mit dem Gefühl von Vorwärtsgehen und Freiheit verbinden können.

Ich freue mich Menschen zu begleiten, die den Mut haben laut mitzudenken, aktiv zu gestalten, echt sind, Fehler machen und über sich selbst lachen können oder es lernen möchten.

Gemeinsam nach Lösungen suchen und Lust haben sich zu entwickeln, ohne den genauen Weg zu kennen – das ist für mich lebendiges Unterwegssein.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen Zeit für alles was Ihnen wichtig ist.

Mut zum Jetzt – lernen, neu zu denken

Mut zum Jetzt – lernen, neu zu denken der Artikel aus dem Birsigtalboten (12. Juni 2015)

«Alles hat seine Zeit, nur ich habe keine.» Dieses Zitat von Prof. Dr. K. A. Geissler können wir leicht nachempfinden. Erwachsene, Schüler, Lernende und Studenten erleben immer wieder grossen Zeitdruck und fühlen sich überfordert. Im Berufsleben und in der Schule wird von uns selbst organisiertes und eigenverantwortliches Handeln und Reflektieren erwartet. Deshalb erachten wir es als sinnvoll, in unserem Alltag immer wieder den Mut aufzubringen, anzuhalten und

  • sich den Blick zurück zu gönnen, um sich über Erfolge zu freuen,
  • den Blick zurück zu wagen und Fehler als Chance wahrzunehmen,
  • den Blick entspannt nach innen zu richten, um aus dem tiefen eigenen Erfahrungswissen zu schöpfen
  • den Blick in die Zukunft zu richten, Ziele anzuvisieren und konkrete Schritte zu planen
  • den Blick ins Jetzt zu richten und kraftvoll und konzentriert Aufgaben anzupacken.

Durch ein Anhalten im Jetzt schaffen wir uns Räume der Selbstbestimmung und schützen uns vor Manipulation.
Wir nehmen uns Zeit für gründliches Nachdenken und Vertiefen und verbrauchen dank automatisierter Handlungsabläufe weniger Energie.
Wir entwickeln unsere Lernkompetenz und gewinnen an Persönlichkeit und Lebensqualität.

Kompletter Artikel